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Was geschieht bei der Insemination

Bei einer sogenannten Insemination werden aufbereitete Spermien direkt in die Gebärmutterhöhle der Patientin gespritzt. Die eigentliche Befruchtung erfolgt also wie unter ‚normalen Umständen‘ im Eileiter der Patientin. Eintritt und Fortbestehen der Schwangerschaft unterliegen ebenfalls der natürlichen Umgebung. Man könnte diesen Eingriff als eine Art Hilfe für die Spermien beschreiben, um zur Eizelle zu gelangen. Bei natürlichem Verkehr gelangen die Spermien über die Scheide und den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle. Auf dem Weg durch den Gebärmutterhals werden sehr viele Spermien bereits abgefangen, sodass nur eine entsprechend geringere Menge an Spermien die Gebärmutterhöhle passiert und dann letztlich auch in den Eileiter gelangt. Die eigentliche Befruchtung erfolgt im äußeren Anteil des Eileiters, welcher die Eizelle nach dem Eisprung aufnimmt. Bei einer Insemination werden die Spermien also deutlich dichter an den Ort des Geschehens gebracht. Durch die Aufbereitung konzentriert man die gut beweglichen Spermien in einer kleinen Menge Flüssigkeit. Durch eine Insemination im Rahmen der Kinderwunschbehandlung kann man die Schwangerschaftsrate im Vergleich zum natürlichen Verkehr um einige Prozentpunkte erhöhen. Insbesondere Paare, bei denen ein leicht eingeschränktes Spermiogramm vorliegt oder aber bei der Patientin vorangegangene Operationen oder Infektionen im Bereich des Gebärmutterhalses vorlagen, können von dieser Therapie profitieren.

Ablauf Insemination

In der Regel wird man zur Optimierung der Schwangerschaftsrate bei einer Insemination die Eizellreifung medikamentös optimieren. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass dadurch die Schwangerschaftsrate noch etwas angehoben werden kann. Somit spritzt sich die Patientin meist über 7-9 Tage eine niedrige Dosis von Hormonen. Man möchte vermeiden, dass zu viele Eibläschen heranwachsen. Die Eizellreifung wird von dem behandelnden Gynäkologen per Ultraschall überwacht und dann zu einem bestimmten Zeitpunkt die Insemination geplant.

Vor der Insemination muss das von dem Partner abgegebene Sperma zunächst aufbereitet werden, was in der Regel ca. 45 Minuten dauert. Die Insemination erfolgt über einen kleinen Katheter, welcher über den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt wird. Dieser Vorgang ist in der Regel völlig schmerzlos. Somit ist auch eine Narkose nicht notwendig. Im Anschluss an eine Insemination kann die Patientin die Praxis sofort verlassen.

Chancen bei der Insemination

Die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit bei einer Insemination ist altersabhängig, überschreitet aber in der Regel 15 % nicht.

Kosten Insemination

Die Kosten einer Insemination belaufen sich in der Regel zwischen 500-1000€ und sind abhängig davon, welche Medikamente verwendet werden. Ähnlich wie bei der künstlichen Befruchtung wird diese Therapie teilweise von den Krankenkassen übernommen. Gesetzlich Versicherte haben unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit, dass ein Teil der Kosten für die Kinderwunschbehandlung von der Krankenkasse übernommen wird. Patientinnen, die bei der privaten Krankenversicherung und ggf. auch bei der Beihilfe versichert sind, müssen vor einer Therapie klären, ob eine Kostenübernahme erfolgen wird und in welchem Rahmen. Ein nicht unwesentlicher Teil der Patienten muss alle Kosten selbst tragen, da die Krankenkassen beispielsweise aufgrund des Alters des Paares die Übernahme der Kosten ablehnen. Einige Bundesländer unterstützen die Behandlung von Kinderwunschpaaren zusätzlich. Teilweise können solche Behandlungen auch Steuer begünstigend angesetzt werden. Da die Bedingungen bei jedem Paar anders sind, empfiehlt es sich, dass sich jedes Paar zunächst ausführlich mit ihrer Krankenkasse/Beihilfe berät und mögliche zusätzliche finanzielle Unterstützung beispielsweise durch das Bundesland abklärt.

Risiken der  Insemination

die Risiken bei der Vorbereitung oder Durchführung einer Insemination sind insgesamt sehr gering. Kinder, welche nach einer Insemination entstanden sind, scheinen kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko aufzuweisen im Vergleich zu spontan konzipierten Kindern.